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22. November 2007

Killer-Websites: kleine Details - große Wirkung

Glücklicherweise bekomme ich, durch diverse Website-Showcases, öfter die Möglichkeit wirklich sehr gutes Webdesign zu sehen. Design bei dem alles stimmt: Aufteilung und Positionierung aller relevanten Elemente, die richtige Farbwahl, perfekte Typographie und sogar sehr gut aufbereiteten Content - was ja eher selten ist. Manche Sites, da sind wir uns sicher alle einig, sind ganz besonders gut gelungene Exemplare - woran liegt das? Ein sehr wichtiger Bestandteil einer großartigen Website sind meiner Meinung nach die kleinen Dinge die nicht sofort ins Auge stechen sondern den Gesamteindruck abrunden, eben der Website den letzten Schliff verpassen.

Der Zeitfaktor

Jeder kennt das: Wir brauchen ein Layout für eine Website - hast Du heute Nachmittag Zeit? Schnell mal Kasten hier, Headline da, Suche hier, Newsletter-Anmeldug da… nein, nein - so funktioniert das nicht! Um ein wirklich gutes und detailliertes Website-Design zu layouten braucht man Zeit die man aus verschiedenen Gründen oft nicht hat.

Der Kostenfaktor

Man benötigt also Zeit - und Zeit ist bekanntlich Geld: Beim Pitch zum Beispiel investiert man Arbeitszeit und Energie um einen Auftag überhaupt erst zu bekommen. Das ist oftmals eine Zwickmühle - achtet man also auf die Arbeitszeit oder auf die Qualität der Website? Für mich ist das keine Frage: Qualität geht natürlich vor - meistens ist es sogar so, dass im Pitch gewonnene Aufträge genauso umgesetzt werden wie sie mit samt dem Angebot abgegeben wurden. Auch hier müssen also die Kleinigkeiten stimmen, die Linien pixelgenau positioniert sein, Licht und Schatten müssen sitzen und passende Bilder und Icons müssen ausgewählt oder erstellt werden damit der erste Eindruck stimmt und der Vorschlag eine reelle Chance hat.

Die Vorraussetzungen

Für die Killer-Website braucht man also folgende Vorraussetzungen:

  • eine gehörige Portion Talent
  • Intuition
  • Erfahrung
  • einen guten Tag
  • genügend Zeit
  • möglichst hohes Budget
  • Liebe zum Detail

Jetzt kann jeder selbst entscheiden was er davon schon hat oder gerne hätte ;-) - bis dahin beobachten wir was die Trendsetter und Webdesign-Gurus so treiben.

Lerne von den Großen

Einer der ganz Großen ist für mich der Kanadier Webdesigner Jesse Bennett-Chamberlain. Er ist unter anderem der Schöpfer der in diesem Jahr neu gelaunchten ExpressionEngine Website. Die kleinen Details und Feinheiten dieser Website habe ich mir hier mal genauer angeschaut.

Once I had decided that the design direction had good potential, I started to add another layer of subtle refinements and detailing. The dictionary on my Mac defines subtle as “a change or distinction so delicate or precise as to be difficult to analyze or describe.” This definition perfectly explains the balance that I attempted to maintain when adding these details to the ExpressionEngine site.

Jesse Bennett-Chamberlain on www.digital-web.com

Licht und Schatten

Die Tabs der Topnavigation, die selektiere Add-on-Box oder die parallele Navigation sind eigentlich eher einfach - wirken aber sehr plastisch. Das liegt an kleinen Verläufen und gehighlighteten Linien die Licht und Schatten simulieren.

ExpressionEngine: Buttons und Bullets

Buttons und Bullets

Alle Buttons und Bullets sind sehr detailreich ausgearbeitet, haben Schatten und kleine Verläufe. Listen haben schlichte, aber schöne Bullets.

ExpressionEngine: Buttons und Bullets

Kleinigkeiten und Details wie diese machen den Unterschied zwischen einer guten und einer perfekten Website aus. Also los geht’s - liebe jedes noch so kleine Detail!

Viele Grüße aus dem verschneiten Netz.
Dennis

9 Kommentare

Was bisher geschah...

9 Reaktionen zu “Killer-Websites: kleine Details - große Wirkung”

Nice!
Als ich die ExpressionEngine Site das erste mal gesehen habe war ich auch hin und weg.

Richtig gut!

ps. Wie ist eure Erfahrung mit SimpleLog ? Empfehlenswert ?


 

Hallo Kalle,
das Design der EE-Site ist sehr inspirierend und hat auch schon einige Nachahmer gefunden ;-)
SimpleLog kann ich nur aus Designersicht beurteilen: prima! Die Templates sind sehr einfach anzupassen – Code ist 100% XHTML – manchmal liegen Codefragmente auch ausserhalb der vorgesehen Theme-Templates. Das Backend ist zwar simpel – sieht aber wirklich sehr gut aus: da könnten sich die Wordpress-Jungs mal ne Scheibe abschneiden… Garret Dimon hat einen sehr schönen Artikel über SimpleLog mit jeder Mege Screenshots geschrieben: http://garrettdimon.com/archives/2007/2/10/a_closer_look_at_simplelog/

Viele Grüße aus dem verschneiten Netz.
Dennis


 

Wirklich sehr schick die Seite und voller Details. Es gibt wirklich eine Menge guter Seite da draußen aber auch eine menge weniger guter, hehe

Übrigens schöne Seite Dennis! Ich denke ich schau öfters mal vorbei ;)

Grüße
David


 

Hallo David,
selber schöne Seite – das dunkle Holz und die Navi sind richtig cool.

Viele Grüße aus dem verschneiten Netz.
Dennis


 

Holger Könemann
27. Februar 2008; 09:17 Uhr:

Neben dem schon genannten Bennette-Chamberlain möchte ich auch nochmal folgende Seiten/Designer nennen die meiner Meinung in genau die gleiche Kerbe schlage:
http://www.edmerritt.com
http://www.simplebits.com
http://www.45royale.com
http://www.oaktreecreative.com

Man merkt auf den ersten Blick die Liebe zu jedem Detail. Einem Fällt aber nicht sofort jedes Detail auf. Vielmehr ist es der Gesamteindruck der stimmt und es einem Spaß macht die vielen Kleinigkeiten zu entdecken


 

Ohne Frage, Expression Engine hat Jesse super gemacht. Aber Lob wo’s hingehört: die Icons stammen von ihn gekauft, nicht designt, und stammen von IconDrawer, wie er selbst erklärt. Aber gut ausgewählt hat er schon!


 

Bah! Es wäre schön wenn ihr uns warnen könnt dass alle Links einfach gelöscht werden.

Was in meine letzte Kommentar fehlt: die Icons stammen von IconDrawer, und Jesse hat’s alles erklärt in eine Artikel in Digital Web Magazine. Google mal selbst.


 

@ Holger: Ich stimme dir vollkommen zu es gibt noch einige andere Designer mit diesem Format und genau diese Jungs inspirieren uns ja… ;-)

@ Matt: Du hast ebenfalls recht – die Icons stammen nicht von ihm – wusste ich auch. Ich kenne den Artikel und habe auch Jesse daraus zitiert. In der Abbildung meinte ich auch eher den Button auf dem das grüne Icon liegt. Und das mit den Links sollten wir mal fixen.


 

@ Holger: Ich stimme dir vollkommen zu es gibt noch einige andere Designer mit diesem Format und genau diese Jungs inspirieren uns ja… ;-)…

-die naedels hoffentlich auch -hm¿ ;)


 

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